Gitschtal, das Tal der Bienen und Imker
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In kaum einer Region Österreichs gibt es eine derart hohe Imker-Dichte wie im Gitschtal. Der Bienenzuchtverein hat derzeit 33 Mitglieder, die sich mit Liebe um ihre Bienen kümmern. Das Ergebnis: In den letzten zehn Jahren wurde der
Gitschtaler Honig drei Mal zum besten Kärntens gekürt.

Gitschtal, das Tal der Bienen und Imker

Der Bienenzuchtverein Gitschtal beeindruckt nicht nur mit seinem geschmackvollen Honig, sondern auch mit so manchen Zahlen: eine knapp 110 Jahre alte Geschichte, 33 Mitglieder, 20 Prozent Frauenanteil, rund 300 Bienenvölker, eine Honigernte von rund 15 bis 20 Kilo pro Volk in guten Jahren – und für Genießer besonders interessant: seit 2007 wurde der Gitschtaler Honig bereits drei Mal mit dem „Goldenen Bär“ prämiert, der Auszeichnung für den besten Honig Kärntens, zuletzt im Jahr 2017.

Nicht vergessen!
Das HONIGFEST findet am 11. und 12. August 2018 in Hermagor statt.

Gitschtal, das Tal der Bienen und Imker

Das Tal der Imker
„Unser Bienenzuchtverein erfährt regen Zulauf, auch von jungen Leuten“, freut sich Obmann Josef Gratzer, in dessen fast 10-jähriger Obmannschaft sich die Anzahl an Imkern mehr als verdoppelt hat. Den Grund dafür sieht er im gestiegenen Bewusstsein der Bevölkerung: „Viele Medien berichten über das Bienensterben und die Wichtigkeit des Insekts für unseren Lebensraum. Bei uns im Gitschtal legen wir großen Wert auf die Vielfältigkeit der intakten Umwelt – ohne Bienen kann eine solch blühende Vielfalt nicht beibehalten werden. Daher freuen wir uns über jeden Jungimker und jede Jungimkerin, egal ob 18 oder 80 Jahre alt.“

Zum Wohl der Natur
Zu den Aufgaben des Vereins zählt unter anderem die Königinnenzucht. Denn: Eine gesunde und vitale Bienenrasse im Tal zu haben, ist enorm wichtig. Daher werden jedes Jahr mehr als 100 junge Königinnen zur Begattung auf die Valentinalm gebracht, um reinrassige Carnica Bienen  zu züchten. Diese Bienen-Art ist seit tausenden Jahren in Kärnten beheimatet, ideal an die Region angepasst und hat einen ganz besonderen Vorteil: ihren Sanftmut, sodass sie problemlos mitten im Dorf gehalten werden kann.

Gitschtal, das Tal der Bienen und Imker
Wachs schmelzen, hinter Glas und unter der Hitze der Sonne

Der Verein steht Imker-Neulingen außerdem mit Rat und Tat zur Seite, kauft und verleiht entsprechendes Equipment und wirkt an diversen Veranstaltungen wie etwa dem „Österreichischen Honigfest“ in Hermagor mit, wo der Verein das Gitschtal vertritt. Entscheidend dabei: Bei allen Imkern stehen der Idealismus und das Wohl der Bienen an erster Stelle, Profitgedanken haben keinen Platz im Gitschtal. „Uns Imkern ist es wichtig, dass flächendeckend im ganzen Tal Bienen vorhanden sind, die ganzjährig ihrer Aufgabe nachkommen können: die Vielfalt der Natur durch Bestäubung sichern“, erzählt Josef Gratzer. Der Honig darf und soll natürlich dennoch zu einem vernünftigen Preis verkauft werden – aktuell kostet ein Kilo rund 14 Euro.

Gitschtal, das Tal der Bienen und Imker
Früh übt sich, wer ein echter Gitschtaler Imker werden will.

Hand in Hand mit den Bauern
„Unser Honig schmeckt einfach deshalb so gut, weil die Natur im Gitschtal noch intakt ist“, lüftet der Obmann das Geheimnis hinter dem prämierten Gitschtaler Waldhonig. Monokulturen gibt es im Tal so gut wie gar nicht, ein Großteil der Bauern betreibt eine biologische Landwirtschaft. Daher ist auch der Einsatz von Pestiziden kein großes Thema, die Imker können somit gesunde Bienen halten und qualitativ hochwertigen Honig ernten. Auch als Hobbygärtner kann man das Überleben der Bienen sichern. „Als Gartenbesitzer kann man Bäume, Sträucher oder Blumen pflanzen, die den Bienen im Laufe des gesamten Jahres ein gutes Angebot an Nektar und Pollen
bieten“, erklärt Josef Gratzer. Sein Appell lautet daher: Naturwiese statt Englischer Rasen. So fühlen sich die Bienen im Gitschtal wie im Schlaraffenland.

HONIGFEST am 11. und 12. August 2018 in Hermagor

  • Fotos: © Alfred Santner
  • Text: © Christine Strömpfl
  • © Gitschtalpost