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Abschließend zum Thema Erbrechtsreform möchte ich dieses Mal noch über einige Änderungen bei der gesetzlichen Erbfolge darstellen. Vergleichen wir dazu einfach das jetzige System mit den Neuerungen.

Ehegatten

Setze ich heute meine Ehegatten im Testament als Erben ein und lassen wir uns scheiden, erbt der Ehegatte trotzdem noch – weil er ja im Testament steht. Ich muss also nach der Scheidung mein Testament ändern. Zukünftig gilt: Eine Scheidung hebt die Erbeinsetzung im Testament “automatisch” auf. Der geschiedene Ehegatte erbt nicht mehr, nur weil er noch im Testament drinnen steht. Ich könnte den Ehegatten natürlich schon noch nachträglich wieder als Erben einsetzen.

Weiters wird das gesetzliche Erbrecht des Ehegatten gestärkt.

Jetzt gilt: Wenn keine Kinder vorhanden sind, erben neben dem Ehegatten auch noch die Geschwister des Verstorbenen (wenn Eltern schon vorverstorben sind).

Zukünftig: Geschwister erben nicht mehr. Sind also Eltern auch schon verstorben, erhält der Ehegatte diese Erb-portion.

Eltern

Zukünftig entfällt das Pflichtteilsrecht der Eltern. Jetzt haben diese noch ein Pflichtteilsrecht (unter der Voraussetzung, dass keine Kinder vorhanden sind), zukünftig nicht mehr.

Lebensgefährten

Jetzt: Lebensgefährten haben überhaupt kein Erbrecht. Sie werden wie Fremde behandelt.

Zukünftig: Lebensgefährten erhalten ein gesetzliches Erbrecht – aber nur ein sehr eingeschränktes: Sie erben nur, wenn keine sonstigen Erben (ob im Testament eingesetzt oder gesetzliche Erben) vorhanden sind! Um als “Lebensgefährte” zu gelten, muss man mit dem Verstorbenen zumindest die letzten drei Jahre lang im gleichen Haushalt gelebt haben und der Verstorbene darf zum Todeszeitpunkt nicht verheiratet gewesen sein.

Insgesamt sind die Änderungen im Erbrecht sehr umfangreich. Ich werde dazu auch noch einen ausführlichen Vortrag halten. Wann und wo dieser stattfindet werden Sie auch hier lesen können. Davon abgesehen stehe Ihnen natürlich für weitere Auskünfte auch telefonisch, bei den Sprechstunden oder in meiner Kanzlei zur Verfügung.

Sprechstunden

  • Am ersten Dienstag eines Monats im Gemeindeamt der Gemeinde Gitschtal (10.00 – 12.00 Uhr)
  • Am zweiten Dienstag eines Monats im Gemeindeamt der Gemeinde St. Stefan im Gailtal (7.30 – 9.30 Uhr)

 Zusatzinformation:
Alle Berichte des Notariates Hermagor beziehen sich auf die Rechtslage, die zum Erscheinungstag des Artikels gültig ist/war. Nachträgliche Änderungen der Gesetze werden nicht eingearbeitet. Die Berichte dienen lediglich zur Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Eine Haftung oder Gewährleistung für die Vollständigkeit und Richtigkeit wird nicht übernommen.

ÖFFENTLICHER NOTAR
Markus Traar

10. Oktoberstraße 4
9620 Hermagor

Telefon: +43 42 82 21 82
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