Wunderschöne Landschaft des Gitschtals , © werbeagentur as1
Wunderschöne Landschaft des Gitschtals , © werbeagentur as1
Dieses Portal wird gesponsert von:

Wir alle sorgen vor. Altersvorsorge, Pensionsvorsorge, Gesundheitsvorsorge und vielleicht noch ein paar andere Vorsorgeprodukte, die uns die Werbung empfiehlt. Meist sorgen wir mit Geld vor, das wir irgendwo einzahlen oder anlegen, damit es im Notfall (hoffentlich) an den richtigen Stellen (im Idealfall wieder bei uns) landet.

Selten wird aber an die sogenannte Personenvorsorge gedacht. Was steckt hinter diesem Begriff? Damit ist gemeint, rechtzeitig daran zu denken, was geschehen soll, wenn man selbst nicht mehr klar denken oder handeln kann.

Meist ist es ja eine Alterserscheinung: Demenz oder Alzheimer; oft kann es aber auch an einem Schlaganfall oder einem Unfall liegen, dass man in eigenen Angelegenheiten plötzlich nicht mehr selbst entscheiden kann! Das Gesetz sieht dann vor, dass gewisse Erledigungen von den “nahen Angehörigen” vorgenommen werden dürfen.

Dabei gehts um Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens und medizinische Entscheidungen geringen Umfangs, die durch Eltern, Ehegatten, eingetragene Partner, Lebensgefährten oder Kinder vorgenommen werden dürfen. Für alle anderen Angelegenheiten müsste ein Sachwalter bestellt werden. Das erfolgt dann über das zuständige Bezirksgericht.

Es muss aber nicht so laufen: Ich kann mir bereits in “guten Zeiten” jemanden aussuchen, der mich unterstützt und für mich Handlungen setzt, wenn ich selber nicht mehr kann. Dazu wird eine so genannte Vorsorgevollmacht errichtet. Dies ist ein Vertrag (Notariatsakt) zwischen zwei Personen, in dem die eine Person beauftragt wird, die andere zu vertreten, wenn diese nicht mehr selbst entscheiden kann. Dass dieser Fall eingetreten ist, muss durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden, dann kann der Notar, die Vollmacht “scharf schalten” und die Bevollmächtigte Person kann/muss handeln. Mit einer Vorsorgevollmacht können alle Rechtbereiche abgedeckt werden. Dabei geht es also um wesentlich mehr, als nur ums Geld. Solange ich selbst noch entscheiden kann, kann ich die Vorsorgevollmacht natürlich auch jederzeit wieder aufheben, wenn ich zu meinem Vollmachtnehmer das Vertrauen verliere. Ganz wesentlich ist, dass der Bevollmächtigte auch medizinische Entscheidungen aller Art treffen kann. Sogar das sprichwörtliche Abschalten der Geräte könnte er anordnen. Damit ist natürlich eine große Verantwortung verbunden und der Vollmachtgeber muss mit seinem Vollmachtnehmer ganz genau im Vorfeld besprechen was zu tun ist. Ich erspare mir für so gut wie alle Fälle die Bestellung eines Sachwalters, wenn ich eine Vorsorgevollmacht errichtet habe und kann damit alle Bereiche abdecken, die mir wichtig sind. Das ist es, was unter “Personenvorsorge” verstanden wird. Alles in allem ein sehr wichtiger und sehr persönlicher Bereich des eigenen Lebens.

Und auf alle Fälle wert, sich darüber genaue Gedanken zu machen. Ich stehe Ihnen für Beratungen dazu gerne zur Verfügung. Entweder zu den Sprechtagen in Weißbriach und St. Stefan oder in meiner Kanzlei.

Ihr Notar Mag. Markus Traar

Zusatzinformation:
Alle Berichte des Notariates Hermagor beziehen sich auf die Rechtslage, die zum Erscheinungstag des Artikels gültig ist/war. Nachträgliche Änderungen der Gesetze werden nicht eingearbeitet. Die Berichte dienen lediglich zur Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Eine Haftung oder Gewährleistung für die Vollständigkeit und Richtigkeit wird nicht übernommen.

ÖFFENTLICHER NOTAR
Markus Traar

10. Oktoberstraße 4
9620 Hermagor

Telefon: +43 42 82 21 82
Fax: +43 42 82 21 82 4
E-Mailoffice@notar-traar.at
Webwww.notar-traar.at
Bürozeiten: Mo – Fr 7.30 – 12.30, 13 – 16 Uhr